Das Spendenprojekt "Die Superalma gibt es wirklich!"

Ein Buch für unsere kleinen Großen!

 

 

2015 startete in Schwäbisch Hall das Projekt „AlmA“ für alleinerziehende Mütter. Bereits beim ersten Kurs in der Haller Volkshochschule trafen Frauen unterschiedlichster Nationalitäten und Charaktere aufeinander. Ein Hindernis? Mitnichten!

 

Schon nach den ersten Stunden hatte es die Referentin Jasmin Sturm geschafft, jede Zurückhaltung und somit das Eis zu brechen. Schnell entwickelten sich Freundschaften.

 

„Wir sitzen in einem Boot, haben ähnliche Sorgen und Nöte. Auch deshalb verstanden wir uns auf Anhieb. Das Projekt AlmA ist einfach eine wunderbare Sache“, so das Fazit der Teilnehmerinnen Cornelia Weng, Caren Guerra, Anne Kraus, Svetlana Wilhelm, Hiwet K., Melissa Ferrara und Inka-Mareila Ittermann.

 

Schnell wurde eine Idee geboren und in Angriff genommen:

 

„Wir schreiben ein Kinderbuch!“

 

Gemeinsam wurde das Thema festgelegt und der Inhalt erörtert, wonach Inka-Mareila Ittermann die Aufgabe hatte, sämtliche Ideen zusammenzuführen und zu einer feinsinnigen Geschichte zu verfassen. Da sie bereits unter dem Künstlernamen Inka Mareila einige Bücher u.a. bei der Edition Bärenklau veröffentlicht hat und daher mit der Autorentätigkeit bestens vertraut ist, stellte sie sich gerne dieser Aufgabe.

 

„Es hat Spaß gemacht“, bewertet sie dieses Schreibprojekt im Nachhinein, „denn alle haben an einem Strang gezogen. Nur deshalb konnte unsere Idee innerhalb weniger Stunden gedeihen und letztlich gelingen.“

 

Und das Resultat kann sich sehen lassen!

 

Dieses Kinderbuch beschreibt einige Hürden des Alltags einer alleinerziehenden Mutter aus Sicht eines Kindes. Schließlich kämpfen Alleinerziehende an vielen Fronten. Sie müssen doppelt stark sein, um familiäre Probleme zu lösen, die passende Kinderbetreuung zu finden und zu finanzieren, Vorwürfe sowie Vorurteile auszuschalten und den Umgang mit dem Kindsvater oder sogar dessen Tod zu bewältigen. Nebenbei haben sie meist zu wenig Zeit für sich selbst und müssen sich ganz bewusst Auszeiten gönnen, auch oder gerade dann, wenn sie überzeugt sind, dass sie gar keine Zeit für eine Pause haben. Umso wichtiger ist es für sie, sich einzugestehen, dass sie manchmal Hilfe brauchen, und diese dann auch anzunehmen.

 

 

„DIE SUPERALMA GIBT ES WIRKLICH“ soll zu Gesprächen zwischen alleinerziehendem Elternteil und Kind anregen, vor allem aber zeigen, dass natürlich auch Alleinerziehende ihrem Kind (ihren Kindern) alles geben können, was es braucht, um als selbstbewusster, glücklicher Erwachsener im Leben durchzustarten.

 

Sich frei machen von sturen Denkmustern, zu hohen Erwartungen an sich selbst und dem Gefühl, seinem Kind nicht zu genügen, das sind nur einige Punkte, die das Buch auf eine kindliche Art thematisiert und somit die Herzen von Groß und Klein anspricht.

 

Probleme und Sorgen kennen wir alle, aber es gibt immer einen Weg ins Glück, der sich vor allem mit der richtigen Einstellung finden lässt. Und diesen Pfad kann jede/r Alleinerziehende/r beschreiten, denn in allererster Linie benötigt man dafür realisierbare Lösungsvorschläge sowie den Schubser in die richtige Richtung. Und schon ist eine vater- oder mutterlose Familie auf dem besten Weg, richtig stark zu werden. Dabei kann jede Mutter/jeder Vater darauf vertrauen, bereits alles zu besitzen, was sein Kind wirklich braucht. Schließlich schätzen unsere Kleinen vor allem die Zeit, die wir mit ihnen verbringen, sowie unsere bedingungslose Liebe; die Hand einer Superalma zum Beispiel, die immer da ist, wenn ihr kleiner Mensch sie braucht.

 

„Eine tolle Sache“, finden auch die Sponsoren und blicken gespannt auf das Resultat von AlmA (Alleinerziehende mit Arbeitsperspektive), einem Projekt, das Menschen zusammenbringt, Perspektiven schafft und alleinerziehende Mütter zu Freundinnen macht, die sich sonst nie begegnet wären!

 

 

 


Alleinerziehende schreiben ein Buch

Südwest Presse Online-Dienste GmbH

Eine Schriftstellerin, selbst alleinerziehend, schreibt zusammen mit anderen Frauen in der gleichen Situation ein Buch. Es kommt ein witziges, aber auch nachdenklich stimmendes Kinderbuch zu dem Thema heraus.

 

Das Buch ist ein Teil des Projekts "AlmA" - die Abkürzung steht für "Alleinerziehende mit Arbeitsperspektive". Dieses Gemeinschaftswerk von Volkshochschule (VHS) und Arbeiterwohlfahrt (Awo) will alleinerziehende Frauen, die schon lange arbeitslos sind, dabei unterstützen, erste Schritte in Richtung Arbeit oder Ausbildung zu gehen.

Neun Frauen aus dem Landkreis nehmen seit Anfang Juli an dem Projekt teil. Welches Potential in ihnen steckt und mit wie viel Begeisterung sie sich dafür engagieren, gemeinsam ein Kinderbuch herauszubringen, das erstaunt auch die Projektleiterin Monika Hotel-Kosmalla. Das Buch schildert die Hürden des Alltags einer alleinerziehenden Mutter aus Sicht eines Kindes. "Ein Teilziel haben wir schon erreicht, nämlich Kontakte und Freundschaften unter den Frauen zu ermöglichen", berichtet die Sozialpädagogin. Und noch etwas sei ganz wichtig: Durch den Erfahrungsaustausch sei den Frauen bewusst geworden, dass die anderen Mütter ganz ähnliche Probleme hätten.

Inka-Mareila Ittermann, eine junge Autorin und Teilnehmerin des Projekts, hat mit ihrer Idee ins Schwarze getroffen. Diese Idee lautet: Die Erfahrungen und Erlebnisse alleinerziehender Mütter und ihrer Kinder als Grundgerüst für eine kindgerechte Geschichte zu verwenden. "Ich habe vorher alles mit meinem Verleger abgeklärt. Dann brauchten wir nur ein paar gemeinsame Termine, um Ideen für die Geschichte zu sammeln", schildert die junge Frau aus Michelbach. Im August traf sich die Gruppe samt Kindern auf einem Campingplatz bei Pfedelbach, wo eine der Frauen mit ihren Kindern Urlaub machte.

Ittermann hat Erlebnisse in die Story eingebaut: Da ist zum Beispiel Anne, die regelmäßig morgens mit ihrem Sohn quer durch die Nachbargärten rennt, um noch den Bus zu erreichen. Oder Connis Sohn Josh, der abends immer alle Monster zu sich ins Bett nimmt, damit sie ihn beschützen. Und bei Caren springt zwischen ihren beiden vier- und zehnjährigen Kindern auch noch die junge Mops-Hündin Enie herum und sorgt für Chaos.

"Ich habe diese ganz persönlichen Erfahrungen und die allgemeinen Probleme von Alleinerziehenden mit Fantasie in eine witzige Geschichte, die in Schwäbisch Hall spielt, gepackt", erklärt die Schriftstellerin. Neun kleine Abschnitte sind daraus entstanden. Jeder davon ist mit einem Bild illustriert, das die Kinder der Frauen gemalt haben.

"Die Erlebnisse sind nicht nur zum Lachen, sondern regen auch an, mit den Kindern über Themen wie den fehlenden Vater zu sprechen", so Projektleiterin Hotel-Kosmalla. Sie ist auch ein bisschen stolz auf die Gruppe, die "so etwas Tolles auf die Beine gestellt hat".

Jetzt brauchen die Frauen dringend Sponsoren, um das rund 40-seitige Buch mit dem Titel "Die Superalma gibt es wirklich" drucken zu lassen. Die Haller Bausparkasse und die Buchhandlung Osiander unterstützen sie bereits. Den Erlös wollen die Frauen komplett an den Haller Freundeskreis Asyl spenden. Auch der Verleger Jörg Munsonius von der Edition Bärenklau verzichtet auf Bezahlung.

Es gibt noch drei freie Plätze für alleinerziehende, arbeitslose Frauen in dem Projekt, das auf zwei Mal neun Monate angelegt ist. Es wird vom Europäischen Sozialfonds, vom Jobcenter, von der Stadt Hall und aus Mitteln der Volkshochschule und der Awo finanziert.

Info Ansprechpartnerin für das Projekt ist Sozialpädagogin Monika Hotel-Kosmalla unter der Telefonnummer 0791/9700419 oder per Mail: monika.hotel@quam-sha.de



Das Spendenprojekt "Die Superalma gibt es wirklich!" zieht Bilanz:
 
Die Spendenübergabe fand am 6. April statt. Hier ist das "Beweisfoto" :) Der Freundeskreis Asyl SHA freut sich über jedes weitere Buch, das verkauft wird. Der Erlös wird komplett gespendet!
Mit Eva Beyerhaus, Andrea Wanner (VHS), Monika Hotel-Kosmalla, Inka Mareila und Frau Hanna Hald.
Wer noch ein Buch möchte, kann mit einfach eine PN schreiben.
Herzliche Grüße :)
S.u.: Ausgabe Haller Tagblatt vom 24. April 2017

In dem Buch sind viele Bilder enthalten - unter anderem Bilder zur Geschichte, gemalt von den Kindern der alleinerziehenden Supermamis!


Kinderbuch von alleinerziehenden Müttern - Haller Awo und VHS ziehen nach Projekt Bilanz

 

Alleinerziehende Mütter schreiben ein Kinderbuch, das die Hürden ihres Alltags aus kindlicher Sicht schildert - fantasievoll, witzig und zum Nachdenken anregend. Ihr Selbstbewusstsein ist dadurch enorm gestiegen.

 

Wenn eine Familie auseinanderbricht, ist das für alle schwierig, besonders für die Kinder. Plötzlich fehlt der Vater. Die Laune der Mutter geht in den Keller, wenn das Kind nach ihm fragt - wie soll es das verstehen? Dann kommt vielleicht ein Umzug in eine kleine, dunkle Dachwohnung und statt in den Urlaub zu düsen, gibt es nur einen Ausflug an einen Badesee in der Haller Umgebung. Auch der Mutter fehlt der Partner. Doch davon lassen sich die kleine Hauptperson der Geschichte und sein Zauberwesen, die Superalma ("supertolle alleinerziehende Mama"), nicht beeindrucken. Gegen die nächtliche Angst vor den Geräuschen in der noch fremden Wohnung helfen eine Mutkarotte und ein Glas Kraftmilch - und eine Superalma, die ihrem Angsthasen verständnisvoll zuhört. Am nächsten Tag steigt sie mit ihm auf einen verwunschenen Berg, den Einkorn, wo es Wunderlichter gibt, die neben das Bett gelegt Ängste und schlechte Träume vertreiben.

Szenen aus dem Leben der Frauen, die an dem Quam-Projekt, einer Kooperation von Awo und VHS, teilnahmen, hat die Autorin Inka-Mareila Ittermann zu kurzen, abgeschlossenen Geschichten verarbeitet. Sie sollen den Kindern alleinerziehender Mütter und Väter Mut machen, über ihre Sorgen zu sprechen. "Wir wollten auch die unschönen Seiten einer Trennung kindgerecht darstellen, denn das vermissen Alleinerziehende in Kinderbüchern zu diesem Thema", erklärt Projektleiterin Monika Hotel-Kosmalla. "Es war uns aber wichtig, zu jedem Problem auch eine Lösung zu zeigen", ergänzt Ittermann.

Das Kinderbuch ist innerhalb des Projekts AlmA (Alleinerziehende mit Arbeitsperspektive) entstanden. "Die Frauen und ihre Kinder waren superstolz, als sie das fertige Buch bekamen. Die Kinder haben nämlich an der Illustration mitgearbeitet", so die Sozialpädagogin. Es sei ungewöhnlich, dass bei einem Projekt so etwas Professionelles entsteht, freut sie sich.

Info Verkauft wird das Kinderbuch "Die Superalma gibt es wirklich" bei Osiander, bei der Awo und der VHS. Am 6. April hat der zweite neunmonatige Durchgang des Projekts AlmA begonnen. Interessierte Frauen können noch einsteigen. Infos dazu gibt es unter Telefon 0791/9700419 oder per E-Mail an

monika.hotel@quam-sha.de.